V-Ringe sind gummielastische Wellen- und Lagerdichtungen. Die axial angeordnete, v-förmige Dichtlippe ist das besondere Markenzeichen dieser Dichtelemente. Sie schützen die Welle und das Lager vor Schmiermittelverlust und verhindern, dass Fremdstoffe wie Wasser oder Staub von außen eindringen können. V-Ringe haben sich seit Jahren als besonders wirtschaftliche Dichtungslösung in vielen Bereichen des Maschinen- und Apparatebaus bewährt.
Anwendungen V-Ringe
Axialwellendichtringe werden verwendet, um untergeordnete Dichtaufgaben zu erfüllen, zum Beispiel Staubschutz oder Spritzwasserschutz. Im Gegensatz zu den Radialwellendichtringen dichtet hier die Dichtlippe nicht auf der Welle, sondern üblicherweise an einem Gehäuseteil in axialer Richtung. Häufig werden Axialwellendichtringe als Sekundärdichtung von Radialwellendichtringen eingesetzt, wenn eine außergewöhnliche Schmutzbelastung zu erwarten ist.
Verhalten V-Ringe
Interessant ist das Verhalten dieser Dichtungen bei hohen Drehzahlen. Die Dichtlippe hebt ab, und die Dichtung funktioniert dann als Schleuderring. Es tritt keine Verlustleistung mehr auf.
Werkstoffe
Der Standardwerkstoff ist ein hochverschleissfester Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR) mit guter Ozonbeständigkeit für Temperaturen von ca. -35° bis +100°C. Je nach Medium und Einsatztemperatur können V-Ringe auch aus Genuine Viton®, Silikon, EPDM oder HNBR produziert werden.
Aufbau / Bauformen von V-Ringen
Axialwellendichtringe bestehen aus drei Elementen: Dem Dichtkörper, der sich um die Welle klemmt; der konisch profilierten Dichtlippe, die gegen die Gelenklauffläche abdichtet und dem Gelenk.
